Grippeimpfung für Personen mit chronischen Grunderkrankungen

Grippeimpfung für Personen mit chronischen Grunderkrankungen

Grunderkrankungen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit folgenden Erkrankungen:

 

  • der Atmungsorgane (inkl. Asthma und Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD))
  • des Herz- oder Kreislaufsystems
  • der Leber- oder Nieren
  • des Stoffwechsels wie z. B. Diabetes
  • des Nervensystems wie z. B. Multiple Sklerose
  • des Immunsystems wie z. B. HIV-Infektion oder angeborener Immundefekt

 

Zudem gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen einer Grippeerkrankung und einem Herzinfarkt bzw. einem Schlaganfall besteht. Die Grippe führt zu Entzündungsprozessen im Körper, was bei Vorliegen von anderen Risikofaktoren Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen kann. Das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen als Folge einer Grippeerkrankung kann durch die Grippeimpfung gesenkt werden.

 

Grippeimpfung für chronisch Kranke: Einmal jährlich!
Da sich das Grippevirus leicht verändern kann, müssen die Grippeimpfstoffe jedes Jahr angepasst werden, damit ein bestmöglicher Schutz erzielt werden kann. Die sogenannten quadrivalenten Impfstoffe schützen gegen die vier Grippevirusvarianten, die voraussichtlich in der nächsten Grippesaison am häufigsten auftreten werden. Die Nutzung von quadrivalenten Impfstoffen gegen Grippe wird seit 2018 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Die Grippeimpfung erfolgt am besten im Oktober oder November. Aber auch eine spätere Impfung kann noch sinnvoll sein.

 

Insbesondere bei einer chronischen Erkrankung oder einem geschwächten Immunsystem ist es wichtig, mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt über die Grippeimpfung für chronisch Kranke zu sprechen.
Ein leichter Infekt mit Fieber unter 38,5 °C ist kein Hinderungsgrund für eine Grippeimpfung. Personen mit akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollten frühestens zwei Wochen nach Genesung geimpft werden.
Bei einer ärztlich diagnostizierten schweren Allergie gegen Hühnereiweiß, die sehr selten vorkommt, sollte in einer Umgebung geimpft werden, in der eine klinische Überwachung und Behandlung nach der Impfung möglich sind. Es ist auch ein hühnereiweißfreier, in Zellkulturen hergestellter Grippeimpfstoff verfügbar, der für Allergiker (ab einem Lebensalter von 9 Jahren) geeignet ist.

Immungeschwächte Personen sowie Kinder und Jugendliche bei bestimmten Grunderkrankungen (z. B. schweres Asthma) und einigen medikamentösen Therapien sollten nicht mit dem Lebendimpfstoff (Nasenspray) geimpft werden. Personen, die mit dem Lebendimpfstoff geimpft wurden, sollten den Kontakt zu stark immungeschwächten Personen in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Impfung meiden. Es besteht das
theoretische Risiko einer Virusübertragung auf stark immungeschwächte Personen. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es bislang jedoch keine Berichte über solche Übertragungen.

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